Ursachen und Risikofaktoren beim Hallux rigidus

Funktionsstörungen und Fehlstellungen im Fußskelett wie der Hallux rigidus oder der Hallux valgus sind für die Betroffenen häufig mit Einschränkungen und mit Schmerzen verbunden. Dr. Rahmanzadeh ist ein international renommierter Spezialist für Fußchirurgie in Berlin. Mit den eigens von ihm entwickelten Operationstechniken korrigiert er nicht nur die Fehlstellungen und lindert damit die Beschwerden der Betroffenen, die Methoden gewährleisten zudem einen zügigen Wiedereingliederungsprozess in den gewohnten Alltag. Bereits nach kurzer Zeit können die Patienten ihre Füße wieder vollständig belasten. Dabei sind sie weder auf Gehhilfen noch auf einen Gips angewiesen. Was zu einem Hallux rigidus führen kann und wie er behandelt wird, verrät der folgende Beitrag.

Was ist ein Hallux rigidus?

Beim Hallux rigidus liegt eine Bewegungseinschränkung der Großzehe vor, die häufig zu Schmerzen führt. Nach dem Hallux valgus ist der Hallux rigidus die zweithäufigste Funktionsstörung des Großzehengrundgelenks. Meist tritt es dadurch auf, dass das Gelenk mit der Zeit und durch vermehrte Belastung verschleißt (Arthrose). Die Großzehe lässt sich beim Hallux rigidus nur eingeschränkt und in der Regel unter Schmerzen bewegen. Ohne Behandlung schreitet die Erkrankung voran. Im späten Stadium ist es sogar möglich, dass das Großzehengrundgelenk vollständig versteift, sodass die Betroffenen die Großzehe gar nicht mehr bewegen können.

Wie unterscheidet sich ein Hallux rigidus vom Hallux valgus?

Der Hallux rigidus beschreibt eine Knorpelerkrankung, die primär durch eine Fehlbelastung oder durch Verschleiß hervorgerufen wird. Häufig ist diese mit einem schmerzhaften Bewegungsverlust beziehungsweise einer Gelenkversteifung verbunden. Der Gelenkverschleiß an der Großzehe führt dazu, dass Entzündungen auftreten, die den Gelenkspalt verengen. Zusätzlich kann sich Wasser einlagern (Ödem). Beim Hallux valgus handelt es sich hingegen um eine schmerzhafte Verformung der Großzehe. Hierbei verschiebt sich das Köpfchen des ersten Mittelfußknochens, sodass eine Wölbung an der Fußinnenseite entsteht. In erster Linie ist der Hallux valgus auf eine genetische Disposition zurückzuführen. Zudem können das Tragen enger und spitz zulaufender Schuhe, eine Fehlbelastung des Fußes sowie ein schwaches Bindegewebe die Entstehung eines sogenannten Ballenzehs begünstigen.

Mögliche Ursachen für einen Hallux rigidus – welche Faktoren können einen Hallux rigidus begünstigen?

Worin die genauen Ursachen für einen Hallux rigidus liegen, ist in der Medizin noch nicht abschließend geklärt. Die Abnutzung des Gelenkknorpels kann verschiedene Gründe haben. Zum einen ist Arthrose oft durch alterungsbedingte Faktoren gekennzeichnet. Zudem können die Knorpelschäden durch eine langanhaltende hohe Belastung des Gelenks entstehen. Des Weiteren haben Untersuchungen gezeigt, dass Arthrose auch erblich bedingt vorliegen kann.

Neben den genannten möglichen Ursachen können noch weitere Risikofaktoren genannt werden, die die Wahrscheinlichkeit, an Hallux rigidus zu erkranken, erhöhen. Hierzu zählen zum Beispiel Schuhe, die nicht die passende Form für den Fuß besitzen. Dadurch kann es zu Fehlstellungen und zum falschen Abrollen des Fußes kommen, wodurch das Gelenk mitunter stärker belastet wird. Eine starke Belastung kann auch von einem abgeflachten Fußgewölbe beziehungsweise von einem Plattfuß herrühren. Wird zusätzlich die Fußaußenkante verstärkt angehoben (Pronation), kann dies das Risiko für Hallux rigidus erhöhen. Auch Stoffwechselerkrankungen oder wiederholte, kleine Verletzungen wie Knorpeltraumata oder Knochenbrüche, die in einer Fehlstellung verheilen, können zum Gelenkverschleiß am Großzehengrundgelenk und somit zu einem Hallux rigidus führen. Menschen, die an Übergewicht leiden, und dadurch den Fuß falsch belasten, sind ebenfalls einem höheren Risiko für Hallux rigidus ausgesetzt.

Symptome beim Hallux rigidus

Zunächst ist ein Hallux rigidus durch Schwellungen und Entzündungen der Gelenkschleimhaut gekennzeichnet. Durch den fortschreitenden Knorpelabrieb wird die Bewegungsfähigkeit der Großzehe immer mehr eingeschränkt. Lässt sie sich anfangs noch unter Schmerzen bewegen, ist sie im späten Stadium der Erkrankung meist so steif, dass kein Bewegen mehr möglich ist. Vor allem im oberen Teil des Gelenks können sich zusätzlich Osteophyten (Knochenspornen) bilden. Diese gutartigen Knochenwucherungen schränken die Gelenkbeweglichkeit weiterhin ein.

Typische Symptome beim Hallux rigidus auf einen Blick:

  • geschwollenes, gerötetes Großzehengrundgelenk
  • stechender Schmerz beim Gehen
  • zunehmende Versteifung des Großzehengelenks (vor allem bei der Bewegung nach oben)
  • zunehmende Schmerzen bei Bewegung in allen Richtungen, später auch Schmerzen in Ruhe
  • spürbar und hörbare Knackgeräusche im Gelenk
  • schmerzhafte Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Bildung von Osteophyten
  • Transfermetatarsalgie (Schmerzen im Mittelfußbereich)
  • Veränderung des Gangbildes
  • eventuelle Folgebeschwerden an Knie- und Hüftgelenken durch fehlerhafte Belastung des Fußes

Behandlungsmöglichkeiten beim Hallux rigidus

Konservative Behandlungsmöglichkeiten zielen darauf ab, den Gelenkverschleiß an der Großzehe zu verlangsamen und ein schmerzfreies Laufen zu ermöglichen. Spezielle Einlagen sollen das richtige Abrollen des Fußes unterstützen und die Gelenke somit entlasten. Hinzu kommen physiotherapeutische Maßnahmen wie die Zugbehandlung (Traktionsbehandlung). Auch eine medikamentöse Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln ist möglich. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung ist häufig ein operativer Eingriff die Behandlungsmethode der Wahl. Eine oft angewandte Möglichkeit der Hallux rigidus-OP stellt die Versteifung des Großzehengrundgelenks (Arthrodese) dar. Hierbei verharrt die Großzehe in einer nach oben und innen gerichteten Position. Somit kann beim Abrollen Kraft auf die Großzehe ausgeübt werden, ohne das Schmerzen entstehen.

Die OP-Methode nach Dr. Rahmanzadeh hingegen sieht keine Versteifung des Großzehengrundgelenks vor. Stattdessen setzt der Spezialist eine von ihm selbst entwickelte Titanplatte in den Fuß ein. Sowohl die Beweglichkeit des Fußes als auch dessen Erscheinungsbild bleiben bei diesem Verfahren erhalten. Die Patienten können die Fußzehe nach dem Eingriff wieder schmerzfrei bewegen. Überdies ist Dr. Rahmanzadeh mit einer weltweit einzigartigen OP-Technik in der Lage, bereits versteifte Großzehengrundgelenke wieder zu entsteifen (Dearthrodese).