Wann ist eine Hüftprothese notwendig?

In unserem Gelenkzentrum in Berlin stellt die Hüftchirurgie einen der Schwerpunkte dar. Nach dem Kniegelenk ist das Hüftgelenk das zweitgrößte Gelenk im menschlichen Körper. Die beiden Knochenpartner – der Oberschenkelknochen (Femur) und das Becken (Pelvis) – liegen eng aneinander. Damit trotzdem eine schmerzfreie und flüssige Bewegung möglich ist, befindet sich eine glatte Knorpelschicht zwischen den beiden knöchernen Gelenkpartnern. Zu den häufigen Erkrankungen der Hüfte zählt die Arthrose. Eine OP für ein künstliches Hüftgelenk in Berlin kommt dann infrage, wenn Verschleiß oder Verletzungen zu Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität führen. Auch bei einer starken Fehlstellung (Hüftdysplasie), die mit konservativen Maßnahmen nicht korrigiert werden kann, ist der Einsatz einer Hüftprothese möglich.

Typische Gründe für eine Hüftprothese

Eine Hüftprothese wird dann in Betracht gezogen, wenn die Beschwerden des Patienten ihn in seinem alltäglichen Leben einschränken und konservative Maßnahmen ohne Erfolg blieben. Häufig ist der Verschleiß des Hüftgelenks ein schleichender Prozess, doch es gibt auch plötzliche Ursachen, die den Einsatz einer Hüftprothese bedingen können. Zu den möglichen Gründen für eine Hüftprothese gehören unter anderem:

  • Hüftgelenksarthrose: Der Gelenkverschleiß tritt im Laufe der Zeit (altersbedingt) auf oder ist auf eine Fehlbelastung oder Überbelastung des Hüftgelenks zurückzuführen.
  • Hüftdysplasie: Bei der Hüftdysplasie handelt es sich um eine angeborene oder erworbene Fehlstellung oder Störung des Hüftgelenks. Diese führt zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen.
  • Knochennekrose: Durchblutungsstörungen können dazu führen, dass die Knochensubstanz am Hüftknochen abgebaut wird. Die genauen Ursachen für diese Erkrankung im Hüftbereich sind noch nicht abschließend geklärt. Diabetes mellitus, Alkoholismus und die Auswirkungen einer hochdosierten Kortisonbehandlung scheinen eine Hüftkopfnekrose auslösen zu können.
  • Oberschenkelhalsbruch: Bei einem Sturz kann der Oberschenkel brechen. Insbesondere ältere Menschen sind davon betroffen. Mithilfe einer Hüftprothese kann eine zügige Mobilisierung des Patienten erzielt werden.

Der geeignete Zeitpunkt für eine Hüft-OP?

Den „idealen“ Zeitpunkt für eine Hüftprothese zu finden, ist nicht einfach. Pauschal lässt sich dies nicht bestimmen, da es immer vom individuellen Befund des Patienten abhängt. Ausschlaggebend dafür, wann ein künstlicher Gelenkersatz infrage kommt, sind das Ausmaß des Gelenkschadens und die daraus resultierenden Einschränkungen des Betroffenen. Hinzu kommen subjektive Faktoren. Ist der Patient bereit, sich einer Operation zu unterziehen? Wie stark ist der individuelle Leidensdruck durch die Hüftgelenkserkrankung? Ist der Patient bereit, sich mit den möglichen Risiken des Eingriffs auseinanderzusetzen und welche Erwartungen stellt er an das Ergebnis? All diese Punkte fließen in die Entscheidung für den geeigneten OP-Zeitpunkt ein. Daher ist das Gespräch mit einem Experten für Hüftchirurgie essenziell. Anhand des Befunds und der Aussagen des Patienten kann der Spezialist einschätzen, ob eine OP sinnvoll und empfehlenswert ist.

Verschiedene OP-Methoden/Hüftprothesen

Im Gelenkzentrum Berlin stehen verschiedene operative Methoden zur Endoprothetik des Hüftgelenks zur Wahl. Je nach den individuellen Voraussetzungen des Patienten wird das am besten geeignete Verfahren bestimmt. Hierzu zählen unter anderem das Ausmaß des Verschleißes beziehungsweise der Arthrose, das Alter des Patienten sowie eventuell erfolgte Voroperationen. Auch der Beruf sowie die sportlichen Präferenzen des Patienten spielen bei der Entscheidung keine unwesentliche Rolle. Je nach eventueller körperlicher Belastung und Sportaktivitäten kann das operative Vorgehen angepasst werden.

Folgende operative Verfahren sind im Gelenkzentrum Berlin möglich:

  1. Die Totalendoprothese (TEP) beim Hüftgelenk
    Wie das natürliche Hüftgelenk besteht auch die Hüft-Totalendoprothese aus einer Gelenkpfanne und einem Gelenkkopf, woraus sich das sogenannte Kugelgelenk ergibt. Hierbei befindet sich der Gelenkkopf des Oberschenkels in der Gelenkpfanne der Hüfte. Bei der Hüft-TEP werden die durch die Arthrose geschädigten Gelenkpartner entfernt. Anschließend werden sie durch die beiden Implantate (für die Gelenkpfanne und den Hüftkopf) ersetzt. Die Prothese wird im Hüftknochen sowie im Oberschenkelknochen verankert.
  2. Der Oberflächenersatz nach McMinn
    Bei dieser Methode wird nicht das komplette Gelenk ersetzt, sondern nur die abgenutzte Fläche. Hierfür wird der Kopf des Oberschenkelknochens so bearbeitet, dass eine Kappe aus Metall aufgesetzt werden kann. Zudem wird die Hüftpfanne mit einer dünnen Metallschale versehen. Beide Implantate können genauestens an die Anatomie des Patienten angepasst werden. Voraussetzung für dieses OP-Verfahren ist eine gute Knochensubstanz.

Künstliches Hüftgelenk Berlin – bei Ihrem Experten Dr. Rahmanzadeh

Welches der genannten Verfahren in Ihrem konkreten Fall eine geeignete Behandlungsmethode darstellt, bespricht Dr. Rahmanzadeh in einem persönlichen Beratungstermin mit Ihnen. Im Gelenkzentrum Berlin werden ausschließlich sichere und bewährte Implantate für das künstliche Hüftgelenk verwendet. Die Materialien entsprechen den hohen Anforderungen, um somit eine schmerzfreie und ungestörte Bewegungsfähigkeit nach der Operation zu ermöglichen. Auf Wunsch lassen wir Ihnen gern weitere Informationen zukommen. Einen Termin für ein unverbindliches Gespräch mit dem Spezialisten für das künstliche Hüftgelenk in Berlin können Sie mit dem Praxisteam vereinbaren.