Welche Unterschiede gibt es bei Knieprothesen?

Als das größte Gelenk im menschlichen Körper ist das Knie täglichen Belastungen ausgesetzt. Seine komplexe Konstruktion ermöglicht es, das Knie zu beugen, es zu strecken und es leicht nach innen und außen zu drehen. Aufgrund der ständigen Beanspruchung ist das Knie anfällig für Verletzungen und für Verschleißerscheinungen (Arthrose). Schwerpunkt der Kniechirurgie im Gelenkzentrum Berlin ist es, Beschwerden im Kniegelenk entweder gelenkerhaltend oder gelenkersetzend (durch ein künstliches Kniegelenk) zu behandeln. Knieprothese ist jedoch nicht gleich Knieprothese. Je nach individuellen Voraussetzungen und Anforderungen des Patienten wird die Knieoperation präzise angepasst. Welche unterschiedlichen Knieprothesen gibt es?

Aufbau des Kniegelenks

Das Kniegelenk (lat. articulatio genus) wird umgangssprachlich häufig nur als „Knie“ bezeichnet. Es verbindet den Oberschenkelknochen (Femur), die Kniescheibe (Patella) und das Schienbein (Tibia) miteinander und besteht aus zwei Einzelgelenken. Das Kniescheibengelenk befindet sich zwischen dem Oberschenkelknochen und der Kniescheibe, das Kniegelenk liegt zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbeinkopf. Generell ist das Kniegelenk aus einem komplexen Zusammenspiel von Knochen, Knorpeln, Muskeln, Sehnen und Bändern aufgebaut. Daraus ergibt sich ein sogenanntes Dreh-Scharnier-Gelenk. Das Knie wird bei jeder Bewegung – und sogar in den Ruhephasen – mehr oder weniger stark beansprucht. Im gesunden Zustand erfolgen die einzelnen Bewegungen wortwörtlich reibungslos. Im Laufe der Zeit nutzt sich der Gelenkknorpel ab, sodass die Bewegung von Oberschenkel- und Unterschenkelknochen weniger schonend verläuft und sogar zu Schmerzen führen kann.

Aufbau eines künstlichen Kniegelenks

Folgende Komponenten sind Teile einer Knieprothese:

  1. Oberschenkelersatz (Femurkomponente): Hierbei handelt es sich um eine Metallkappe, die an das Ende des Oberschenkelknochens angesetzt wird.
  2. Unterschenkelersatz (Tibiakomponente): Der Unterschenkelersatz besteht ebenfalls meist aus einer Metalllegierung. An der Unterseite dieser scheibenförmigen Komponente befindet sich ein kurzer Schaft. Er wird im Unterschenkelknochen verankert und bietet somit den notwendigen Halt.
  3. Kunststoff-Gleitlager (Inlay): Das Kunststoff-Gleitlager ersetzt den Gelenkspalt und die Menisken. Es ermöglicht es, dass das künstliche Kniegelenk problemlos gleiten und bewegt werden kann.

Je nachdem, wie stark geschädigt das Kniegelenk ist, kann auch ein Kniescheibenersatz notwendig sein. Die künstliche Kniescheibe besteht meist aus Kunststoff mit einer Gleitrinne aus Metall und/oder Keramik.

Vergleich von Teilersatz und Total-Endoprothese

Es gibt verschiedene Arten beim Kniegelenkersatz. Im Wesentlichen werden hier der Teilersatz und die Total-Endoprothese voneinander unterschieden. Beim Teilersatz werden lediglich die geschädigten Areale des Kniegelenks mit einem speziellen Metallüberzug versehen. Die gesunden Bereiche können erhalten werden und sind weiterhin belastbar. Vorteilhaft an dieser Operationstechnik ist, dass die natürliche Beweglichkeit und die Trainierbarkeit des Kniegelenks nicht verlorengehen. Bei der Total-Endoprothese handelt es sich um einen vollständigen Kniegelenkersatz. Welche der beiden Prothesenformen im individuellen Fall vonnöten ist, hängt unter anderem vom Ausmaß der Arthrose und den bereits erfolgten Schädigungen des Kniegelenks ab.

Bevor die eigentliche Knieprothese bei der OP eingesetzt wird, testet der erfahrene Chirurg verschiedene Probeprothesen in unterschiedlichen Größen. Der Grund hierfür ist, dass der Experte auf diese Weise die optimale Position und Größe der Knie-Endoprothese ermitteln kann. Für den Patienten bedeutet das wiederum den größtmöglichen Komfort und ein Plus an Lebensqualität. Die Wahl der optimalen Prothese ist für die spätere Bewegungsfähigkeit und Stabilität des Knies von außerordentlicher Bedeutsamkeit.

Kniechirurgie in Berlin – bei Ihrem Experten im Gelenkzentrum Berlin

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